Bericht

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19.10.2017

Kraftsport: Deutsche Meisterschaften im Kraftdreikampf

Chemnitz war diesjähriger Ausrichter der Deutschen Meisterschaften im Classic-Kraftdreikampf, also der Ausführung ohne unterstützende Ausrüstung. Mit 350 gemeldeten Athletinnen und Athleten war es die bis dato größte Meisterschaft in der Geschichte des Kraftdreikampfes in Deutschland. Dementsprechend fand sie an insgesamt 4 Tagen statt. Die Thüringer Delegation bestand aus 31 Sportlern. Mit Gustav Waidmann und Peter Schmidt waren auch wieder zwei Weimarer Kraftsportler vertreten.

Gustav Waidmann und Peter Schmidt - deutsche Meister im Kraftdreikampf

Peter Schmidt (AK1, bis 83kg) hatte sich viel vorgenommen. Zum Start wie gewohnt die Kniebeuge: 225 kg im ersten Versuch stellten kein Problem dar, ebenso die 237,5 kg im Zweiten. Somit wurden 245,5 kg für den letzten Versuch gefordert. Dies wäre eine Verbesserung seines eigenen deutschen Rekordes in der AK1 von 242,5 kg, als auch des Openrekordes von 245 kg gewesen. Leider ging der Versuch knapp daneben.

Im Bankdrücken wurde dann ebenfalls zur Rekordjagd geblasen. Nach 142,5 und 150 kg sollten es im dritten Versuch dann 156 kg, Deutscher Rekord, sein. Dies gelang ohne Probleme!

Da mit dem Erstversuch über 220 kg im Kreuzheben der Vorsprung in seiner Gewichtsklasse vor der Konkurrenz komfortabel war, konnte auch hier auf Risiko gegangen werden. Also erst die Steigerung auf 235 und schließlich für den abschließenden Versuch auf 247,5 kg. In einem absoluten Kampfversuch klappte auch das. Somit konnte er am Ende seinen eigenen Deutschen Dreikampfrekord auf 641 kg verbessern, Deutscher Meister und Gesamtrelativsieger der AK1 werden.

Bei Gustav Waidmann (AK3, bis 93kg) waren die Zielstellungen diesmal anders. Nach einer sehr guten Vorbereitung verletzte er sich vier Wochen vor der Meisterschaft. Deswegen konnten die letzten entscheidenden schweren Trainingseinheiten nur im Schongang absolviert werden. Deswegen war klar das keine Bestleistungen zu erwarten waren. Trotzdem war das Ziel Meister zu werden um die Kadernominierung zu erhalten und sich somit die Möglichkeit internationaler Starts im nächsten Jahr offenzuhalten.

In der Kniebeuge gelangen ihm 150 kg, weit weg von seinen normalen Möglichkeiten. Im Bankdrücken lief es mit gültigen 125 kg besser. Die 180 kg aus dem Kreuzheben reichten zum Titel und somit zur Erreichung des Minimalzieles.

Jetzt heißt es für ihn erst einmal auskurieren, um dann eventuell im März bei den Europameisterschaften in Schweden wieder angreifen zu können.

Peter Schmidt