Volleyball in Weimar

Volleyball beim HSV und SVV Weimar

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Abschied aus der Regionalliga

Am gestrigen Abend verabschiedeten wir uns herzlich vom heimischen Publikum bevor wir am 08.04. mit dem letzten Auswärtsspiel beim USV Jena auch endgültig der Spielklasse Regionalliga Ost auf Wiedersehen sagen.

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Rückblick auf die Regionalliga-Zeit des HSV Weimar

Begonnen hat die Regionalliga-Zeit in der Saison 2011/12. Nach einem erfolgreichen Aufstieg sicherten damals Trainer „Rico“ Protze und Stefan „Motzi“ Mosig die erste Spielzeit in der Regionalliga mit erfahrenem jungen Kader.

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In der zweiten Spielzeit verstärkten einzelne Neuzugänge aus Bundesliga und Berlinliga die Mannschaft und ein eingespielter Kader etablierte sich im oberen Tabellenviertel. Die Saison 2013/14 brachte einen neuen Trainer. Bork Immisch schaffte mit dem Team um Kapitänin „Steffi“ Schmeißer den Bronzeplatz in der Liga und damit das beste erreichte Ergebnis.

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Nach dieser grandiosen Saison stand man dennoch vor dem üblichen Problem, dass mehr Ab-als Zugänge zu verzeichnen waren. Die folgende Spielzeit 14/15 war geprägt durch personelle Engpässe und kleineren Krisen. Dennoch konnte durch viel Routine und Erfahrung ein guter 5.Platz am Ende erreicht werden. Dann kam der Umbruch. Viele langjährige Spielerinnen verließen aus persönlichen Gründen, Differenzen oder neuen Prioritäten das Schiff. Was blieb waren 3Stammspierlerinnen und eine verletzungsbedingt pausierende Co-Trainerin. Statt die Regionalliga-Laufbahn des HSV Weimar an dieser Stelle zu beenden, sammelten sich um Neu-Trainerin Anna Glief und Athletik-Trainer Nils Würfel weiter 9 Spielerinnen mit überwiegend Thüringenliga-Erfahrung.

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Das „Projekt-Regionalliga: Klassenerhalt“ startete überraschend gut in die Saison 2015/16, wodurch ,dank siegreicher Hinrunde, die Klasse sicher gehalten werden konnte. Die Anzeichen für die nächste Spielzeiten waren, trotz „Rüstungs-Stopp“ aus der sportlicheren Studentenstadt Jena, erfolgversprechend.

Gute Bedingungen-schlechte Bedingungen
Die Bedingungen der aktuellen Spielzeit 2016/17 waren auf dem Blatt perfekt. Mit einem 13er-Kader, der auch erfahrene Regionalliga-Spielerinnen aus Borna und Erfurt beinhaltete, einer intensiven Vorbereitungszeit, kreativen mannschaftsbildenden Maßnahmen und einer hohen Trainingsbeteiligung wollte man sich im Mittelfeld der Liga platzieren.

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Doch deutliche Niederlagen und wenig Punkte auf dem Konto sind die Bilanz. Nach verschiedenen mannschaftsinternen Maßnahmen war auch ein Trainerwechsel, der „frischen Wind“ bringen könnte, ein Thema. Auf Anfragen nach einem neuen Trainer und Zeichen des drohenden Abstieges kam jedoch wenig Reaktion vom Verein. Dank Norman Hüttner, der erst neu in der Jugendabteilung des HSV eingestiegen war und sich durch Bitten bereit erklärte, das Training der Damen zu begleiten, konnten neue Sichtweisen auf das Spiel gewonnen werden. Allerdings reichen auch die besten Bedingungen und ein Trainerwechsel nicht aus, um spielerische Defizit zu beseitigen. Die besseren Teams der Liga bauen im Unterschied zu Weimar auf einer längeren gemeinsamen Spielzeit auf. Gemeint ist damit das „eingespielt sein“, das „blind auf dem Feld vertrauen“ und gemeinsame kämpfen, was man sehr schön bei unseren 1. „alten“ Herren beobachten kann. Der ständige Neuaufbau eines Kaders für die Regio, mit allein in dieser Saison 7 neuen Spielerinnen, macht ein „gemeinsames Spiel“ schwer. Volleyball braucht dahingehend Zeit oder noch mehr Professionalität, was mit den Gegebenheiten in dem Verein kaum zu erreichen ist. Seit Beginn ist man auf Studenten aus Jena und Erfurt angewiesen, wo jedoch gerade eigene Regionalliga-Teams mit dem USV Jena und Electronic Erfurt entstehen. Aus der Jugend kommt kein ausreichender Ersatz, es fehlen weitere Sponsoren, um neben Startgeldern auch lange Fahrtwege und Trainingsmittel zu finanzieren und es benötigt eine gemeinsame, aufbauende und unterstützende Struktur der einzelnen Mannschaften im Verein.

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Ausblick auf die nächste Saison
Rückblickend kann der Verein zufrieden auf sechs Spielzeiten in der Regionalliga Ost zurück schauen. Für die nächste Saison müssen erneut Spielerinnen und Trainer gesucht werden, um in der Thüringenliga mit festerem Kader Routine zu gewinnen und um die Niederlagen und Anstrengungen der Regionalliga Saison hinter sich zu lassen. Ein Neustart. Wie diese Mannschaft zusammen kommt und wer neuer Trainer wird ist noch vollkommen offen.
Doch Dank Trainer wie Norman Hüttner gibt es auch kleine Lichtblicke in der Volleyball-Abteilung. Sowohl in der Jugend (z.B. Erfolge in der U12 und aufwärts), als auch mit neuen Impulsen für Öffentlichkeitsarbeit und Werben von Sponsoren und Spielern konnte er in Zusammenarbeit mit anderen Engagierten viel in der letzten Spielzeit erreichen, weshalb der Verein alles unternehmen sollte, um solche Kräfte zu halten.

Letztes Heimspiel
Im letzten Heimspiel gestern standen die Mädels vom VC Gotha auf der anderen Netzseite. In einem spannenden Fünf-Satz-Krimi verabschiedeten wir uns aus der Saison. (Spielbericht folgt)

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Ein besonderer Dank geht an die Sponsoren:
Hotelpension am Goethehaus,
Modepassage am Markt
Fielmann in Weimar
ADISY
WBB Bau & Beton GmbH

und unseren treuen Helfern ohne die nicht viel gehen würde:
„Motivator“ Tom, Familie Harke, Frau „Mama-Julia“-Adler, den besten Hallenwart aller Zeiten ,,DJ-Kalle“, dem „Orakel“-Busfahrer und dem Team von Streunerfotografie sowie den Helfern an Spieltagen aus den Mannschaften des HSV Weimar.

2 Antwort auf Abschied aus der Regionalliga

  1. Unwichtig says:

    Der Text wir gegen Ende hin doch etwas zu sehr Vereinskritisch (klingt ja fast so, als ob der Verein gegen die erste Damen ist) und danach noch das Eigenlob… („Doch Dank Trainer wie Norman Hüttner…“ geschreiben: By Norman Hüttner)

  2. NH says:

    Der Text wurde nicht von Norman Hüttner verfasst, sondern nur hochgeladen. Dass das etwas verwirrend aussieht, stimmt.

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