Volleyball in Weimar

Volleyball beim HSV und SVV Weimar

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Kleiner Mathematik-Exkurs: Die U12-Cosinus-Funktion von Sonneberg

Die Cosinus-Funktion beschreibt am besten die Leistung unserer Mädels am vergangenen Wochenende in Sonneberg. Zu fünft angereist, konnte man zwei Mannschaften stellen. Beide Mannschaften starteten in der Leistungsklasse III. Nachdem die Annahme beim letzten Spieltag in Suhl das größte Problem war, arbeitete das Trainerteam um Julia Stapel und Norman Hüttner intensiv daran. In der ersten Spielrunde mussten beide Teams das Schiedsgericht stellen – wie bereits vom ersten Spieltag, der Schuleinführung, bekannt (HSV berichtete) – um dort ihre Regelkenntnisse zu verbessern. Anschließend starteten beide Mannschaften mit ihren ersten Spielen ins Turnier; wir befinden uns also bei x=0.

Die Spiele beider Mannschaften verliefen ähnlich. Im ersten Satz konnten die Aufschläge gut ins andere Feld gebracht werden. Dadurch konnten sich die Mädels einen guten Vorsprung erarbeiten. Glücklicherweise passierten dem Gegner einige Fehlaufschläge. Aber auch die Ballbeherrschung nach dem Aufschlag – wohl in der Annahm- als auch in der Abwehrsituation – funktionierten viel besser als am letzten Spieltag. Beide Mannschaften konnten den ersten Satz gegen den Erfurter VC III (HSV I) und eine weitere Erfurter Mannschaft (HSV II), die für den VC Gotha einsprang, für sich entscheiden und fuhren damit die ersten beiden Satzgewinne des Tages ein. Im zweiten Satz – die y-Werte der Cosinus-Funktion fallen, sind aber noch positiv – gab es zunehmend Schwierigkeiten. Sowohl die Aufschläge als auch die Annahmen der gegnerischen Mannschaften stabilisierten sich, sodass unsere Mädels in Rückstand gerieten. Auch unsere Eigenfehlerquote stieg. Trotzdem konnten sich beide Mannschaften noch einige Punkte erkämpfen, sodass beide Spiele insgesamt 1:1 ausgingen. Dabei konnte sich die erste Mannschaft nach kleinen Punkten knapp den Sieg sichern – genauso knapp verlor unsere zweite nach kleinen Punkten. Ein Spiel auf Augenhöhe.

Direkt im Anschluss spielten die Mädels jeweils gegen die erste und zweite Mannschaft der Gastgeber aus Sonneberg. Die Aufschläge des Gegners waren stabiler und es gab kaum Fehler – Im Gegensatz zu unserer Annahme. Die Mädels hatten zunehmend Probleme, den Ball wieder übers Netz zu bringen. Am Ende des ersten Satzes waren wir schließlich am ersten Umkehrpunkt unserer Cosinus-Funktion angelangt. Die Annahme stabilisierte sich und man konnte einige Punkte gegenhalten. Zwei Schiedsrichterentscheidungen von sehr knappen Bällen an unserer Seitenlinie wurden beide „in“ gegeben – Leider konnten die Mädels diese Bälle nicht abhaken, auch wenn die Trainer daran erinnerten, dass der Schiedsrichter entscheidet und man das akzeptieren müsse. 0:2 verloren. Nach einer etwas längeren Pause und weiteren Einsätzen als Schiedsrichter – was die Mädels sehr begeisterte – ging es auf in die letzte Spielrunde für beide Teams.

Durch die verschiedenen Gruppen, die jeweils auf einem Feld gegeneinander spielten, bestritt die zweite Mannschaft ihren ersten Satz, während die erste noch pfiff. Die zweite spielte gegen Schmalkalden II Zunächst war es ein Spiel auf Augenhöhe – allerdings machten beide vor allem Aufschlagfehler, sodass sich viele Punkte geschenkt wurden. Größtes Problem blieb die Annahme; darauf wird das Augenmerk in den nächsten Trainingseinheiten sein. Auch Zuspiel bzw. „Angriff“ wurden nach erfolgreicher Annahme meist leider ins Netz oder ins Aus gespielt. Dennoch waren ein paar sehr schöne Spielzüge dabei, in denen die Mädels ihr Können doch zeigten. Leider ging dieses Spiel 2:0 weiter; man war kurz vor dem oberen Extrem der Cosinus-Funktion. Wahrscheinlich war das auch der Grund – also, dass unsere erste Mannschaft etwas später anfing, dass sie so erfolgreich waren: sie nahmen den oberen Umkehrpunkt voll mit. Durch ein sehr gutes Ballgefühl konnten sie gegen Eisfeld mithalten. Sie spielten sich die Bälle schön zu und konnten damit einige Punkte erzielen. Auch die Aufschläge waren wieder sehr stabil. Der erste Satz ging an uns. Aber jetzt begann der Krimi. Jede Unkonzentriertheit wurde sofort bestraft; jede fehlende Bewegung zum Ball auch. Unsere Mädels konnten in Führung gehen und diese halten. Doch die Gegner holten auf. Und zwar so, dass aus einem 23:19 noch ein 24:23 wurde. Umso erleichterter und freudiger waren alle, nachdem der letzte Aufschlag gespielt wurde und wir den Satz mit 25:23 und damit das Spiel 2:0 an uns ging.

Fazit:
1. Es war ein deutlicher Fortschritt und Leistungssprung zu erkennen, besonders in der Annahme.
2. Es gibt dennoch noch viel zu lernen und zu festigen.
3. Die Mädels müssen lernen, mit Schiedsrichterentscheidungen besser umzugehen und Aktionen abzuhaken.
4. Insgesamt war es ein gelungener Spieltag mit einem 2:0 Sieg, einem 1:1 Sieg nach kleinen Punkten und einem weiteren 1:1.
5. Wir haben wiederholt, was eine Cosinus-Funktion ist.
6. Manche haben Cosinus beim Lesen des Artikels gegoogelt und festgestellt, dass es eigentlich mit K geschrieben wird.
7. Der Autor sollte kreativer werden; genug Mathe für heute.

Vielen Dank an alle mitgereisten Eltern und die Unterstützung.
HSV I: Ulrike (C), Maja
HSV II: Sofia (C), Alva, Celine

 

Auch die SVV-Jungs kämpften am Sonntag um Punkte

Ebenso wie die Mädchen konnten die Weimarer Jungs den zweiten Spieltag der Landesmeisterschaft in der Altersklasse U12 gut über die Bühne bringen. Mit zwei Leuten pro Team waren beide Mannschaften zwar knapp besetzt, allerdings war es durch diesen Umstand für alle Spieler möglich, maximale Spielpraxis zu bekommen und viele Erfahrungen zu sammeln.

Nachdem es in der Staffel E (SVV Weimar, VfB Suhl, VC Gotha) einige Anlaufschwierigkeiten im Spiel gegen den VC Gotha gab, konnten Arthur und Ian (für den es der allererste Spieltag war) das Spiel gegen den VfB Suhl dank konstanter Aufschläge und einigen guten Ballwechseln für sich entscheiden und somit als Staffelzweiter in die nächste Runde um Platz 13-15 starten.

Hoch motiviert und aktiv auf dem Feld kämpften Noah und Paul in der Staffel D (SVV Weimar, SV 03 Eisfeld, VC Gotha) um den Ball. Mit viel Einsatz und guter Bewegung auf dem Spielfeld machten sie den Gegnern das Volleyballspielen schwer, konnten aber trotz gut gespielter Sätze leider kein Spiel für sich entscheiden und belegten in der Staffel den dritten Platz.

Mit den Ergebnissen aus den Vorrunden ging es in der zweiten Spielrunde nach der Mittagspause weiter. Eisfeld und Erfurt standen als Gegner um die Plätze 13 bis 15 bereit. Beide Teams waren uns technisch überlegen und konnten durch viele gute Spielzüge punkten. Widerstandslos haben die Weimarer Jungs dennoch nicht verloren! Einige gute Annahmen und erneut starke Aufschläge führten zu vielen Punkten.

Das andere Team fand sich mit den Mannschaften aus Suhl und Gera auf dem Feld ein, um die Plätze 16 bis 18 auszuspielen. Auch wenn sich die Weimarer gegen Gera nicht behaupten konnten, entschieden sie das Spiel gegen Suhl für sich und verdienten sich somit den 17. Platz.
Danke an dieser Stelle an Mario Scheel, der das Coaching für eine Mannschaft übernommen hat und den Spielern zur Seite stand!
Es war ein langer Tag in der Halle und zum Ende hin fehlte es bei allen Jungs zunehmend an Konzentration und Ausdauer. Für die kommenden Trainingseinheiten gilt es, weiter an den einzelnen Techniken zu arbeiten, um einen besseren Spielfluss zu erreichen. Auf jeden Fall ausbaufähig sind auch die Absprachen im Team und die Kommunikation untereinander.

Fazit: Wir waren leider nicht so erfolgreich wie am ersten Spieltag, trotzdem liegt das Zwischenergebnis mit Platz 15 und Platz 17 (von insgesamt 30 teilnehmenden Mannschaften) im soliden Mittelfeld – Luft nach oben bleibt natürlich und wir freuen uns auf den nächsten Spieltag!

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