Die Thüringenliga-Volleyballer des HSV Weimar benötigen am Heimspieltag mindestens einen Sieg. Libero Henrik Möller will das Glück erzwingen.
WEIMAR (lm). "Er ist ein entscheidender Grund, warum wir zuletzt so erfolgreich waren." Jörg Bialas, Trainer der Thüringenliga-Volleyballer des HSV Weimar, ist sich sicher, dass Henrik Möllers Positionswechsel von Angriff auf Libero der Startschuss zur Aufholjagd war. Bis November gewann der HSV in Thüringens höchster Spielklasse nicht eine Partie, erst nach einem ungewollten Spielertausch kehrte der langvermisste Erfolg zurück. Der Betroffene Henrik Möller erinnert sich: "Mein Wechsel auf die Libero-Position hatte eigentlich rein gesundheitliche Gründe. Mir tat die Schulter weh - und da war die harte Arbeit am Netz einfach viel zu schmerzhaft." Ob nun Zufall oder Schicksal, das ist für Trainer Bialas völlig nebensächlich. Seitdem läuft es in seinem Team - von den letzten fünf Pflichtspielen wurden vier gewonnen.
"Henrik ist mein Regisseur auf dem Feld. Er holt die wichtigen Bälle und unterstützt die Angreifer", lobt der Coach. Der 32-Jährige will sich selbst nicht in den Vordergrund rücken: "Wir sind eine gute Mannschaft, mit jungen und athletischen Leuten am Netz. Ich versuche einfach, mit meiner Erfahrung so gut es geht zu helfen." Apropos Erfahrung: Aus ihren Erkenntnissen aus den letzten Jahren glauben die Weimarer übrigens weiterhin felsenfest an den Klassenerhalt. Der ist zwar sieben Spieltage vor Saisonende noch ein gutes Stück entfernt, doch es wäre nicht das erste Mal, dass dem HSV die Rettung kurz vor Schluss gelingt. 2006, 2007 und 2009 sicherte jeweils eine außergewöhnliche Rückserie den Ligaverbleib. "Eine solche Serie im Rücken hilft natürlich immer", weiß auch Jörg Bialas.
Doch darauf will man sich nicht verlassen und am besten gleich am Samstag die nächsten Punkte sammeln. Allerdings heißen die Gegner Ilmenau und Jena. Treue Volleyball-Anhänger wissen, das sind keine schlechten Gegner. Einen Grund, die Flinte deshalb bereits im Vorfeld ins Korn zu schmeißen sieht der unermüdliche Henrik Möller aber nicht: "Wir müssen kämpfen und das Glück im Notfall erzwingen."