Die Volleyballer des HSV Weimar sind aus der Thüringenliga abgestiegen oder doch nicht? Diese Frage beschäftigt die Männer um Trainer Jörg Bialas noch bis mindestens 1. April.
Weimar. "Entschieden ist noch nichts." Die Klassenerhalts-Hoffnung bei Henrik Möller, Kapitän der Weimarer Thüringenliga-Volleyballer, lebt auch nach dem letzten Spieltag weiter. Am vergangenen Wochenende bewahrheitete sich zunächst seine böse Vorahnung: Der direkte Kontrahent Gößnitz gewann überraschend deutlich in Gera und warf den HSV auf einen Abstiegsrang zurück. Die Weimarer um Trainer Jörg Bialas waren spielfrei und mussten das Szenario hilflos mit ansehen. "Da ärgert man sich natürlich", hadert Möller mit der schwachen Leistung der favorisierten Geraer.
Ob der HSV Weimar nun aber wirklich den Gang in die Oberliga antreten muss, das steht zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht fest. "Es gibt noch einige Strohhalme, an die wir uns klammern können", sagt der Kapitän. Die einfachste Variante wäre, wenn das Sonneberger Regionalliga-Team den Klassenerhalt schaffen würde. Dann wäre Weimar auch im nächsten Jahr in der Thüringenliga vertreten. Eine weitere Möglichkeit: Ein aktueller Vertreter der Thüringenliga zieht sein Startrecht für die kommende Saison zurück oder es wird ihm entzogen, weil er Auflagen des Thüringer Volleyball-Verbandes (TVV) nicht erfüllen kann vor allem zu kleine Hallen und fehlende Nachwuchsmannschaften kommen dafür in Frage. Auch der Rückzug der Erfurter Volley-Juniors, als Stützpunkt in der Thüringenliga eigentlich gesetzt, ist ein Thema, das Bialas & Co. hoffen lässt. Vom zuständigen TVV gibt es aber momentan auf keine dieser Spekulationen eine Antwort. "Die Entscheidung fällt frühstens am 1. April", bat Jan Kahlenbach, Vertreter des Spielausschuss, um Verständnis.
Von allen Thüringenliga-Sorgen unbeeindruckt will der HSV am Samstag in die nächste Landespokal-Runde vorstoßen. In Erfurt trifft das Team am Samstag auf Gastgeber Electronic und den VSV Jena.