HSV ist in der Pflicht

Alles auf Angriff:
In der Rückrunde müssen die Weimarer Volleyballer vom HSV ordentlich annehmen und “zuschlagen“, denn bisher steht man nur bei einem Saisonsieg. Foto: Uwe Schmidt

Weimar. (tlz) Ein wahrer Sturmlauf muss jetzt folgen. Nachdem die HSV-Volleyballer in der ersten Halbserie der Thüringenliga nur ein Match für sich entschieden, stehen die Akteure um Jörg Bialas gehörig unter Zugzwang. Am Samstag blasen die Weimarer in eigener Halle zur Aufholjagd, wenn sie Hermes Gera und den Schmalkalder Volleyballverein empfangen.

"Wir wollen diese Spiele nicht nur gewinnen, wir stehen schon in der Pflicht, sie zu gewinnen", sagte Bialas fordernd. Seine Spieler wissen, worauf es ankommt, immerhin waren sie meistens nah an den zwei Punkten dran. Der Trainer ist guter Dinge: "Die Mannschaft macht einen guten Eindruck. Wir haben jetzt zweimal trainieren können und sind viele Aspekte durchgegangen." Gestern Abend stand dann das Abschlusstraining an. Athletik und Technik waren die altbewährten Komponenten in den Einheiten, die die Jungs sehr intensiv absolvierten. Auf einen müssen die HSV-Akteure aber verzichten. Zuspieler Jona Krieg liegt mit einer Erkältung im Bett. Das zwingt Bialas zum Handeln, denn gerade diese Position muss gut besetzt sein. Festlegen wollte er sich erst nach dem Abschlusstraining.

Die Gegner sind mittlerweile bekannt. Hermes Gera liegt auf Platz acht mit 12:14 Punkten. Den Hinrundenvergleich verloren die Weimarer mit 0:3. Auch wenn die Gastgeber in dieser Spielzeit noch nicht gegen die Schmalkalder gespielt haben, wird es in dieser Begegnung keine Überraschungen geben. "Schmalkalden hat noch dieselben Spieler wie in der vergangenen Saison. Fakt ist: Gegen beide Mannschaften haben wir die Möglichkeit, zu gewinnen", meinte Bialas. Das macht den Fans auf jeden Fall Mut.

In einer wesentlich besseren Ausgangsposition befinden sich derzeit die weiblichen Pendants in der Thüringenliga. Nach dem zweiten Platz 2009 stehen die Schützlinge von Wolfgang Traut auch in der Folgesaison sehr gut da. Mit Platz vier und nur einem Sieg Rückstand auf den Silberrang (USV Jena) ist der HSV in der idealen Angriffsposition für die Rückrunde. Auch die Damen greifen an diesem Samstag wieder ins Wettkampfgeschehen ein. Die Reise geht nach Erfurt zum Stützpunkt-Team. Dieses liegt derzeit auf Platz vier und könnte mit einem Sieg abgehängt werden. "Von der Papierform her müssten wir eigentlich gewinnen, aber man sollte es nicht beschreien", sagte Traut warnend. Wahrscheinlich muss er auf Daniela Welsch (privat) und Jule Beckmann (Fußverletzung) verzichten. Ansonsten sind alle an Deck.