Trainer reagiert sich beim Langlauf ab

Weimar. (tlz/tif) Im Hinspiel hieß es noch 3:0, doch am Samstag ging bei den Volleyballern des HSV Weimar gar nichts. Sie verloren ihre wichtige Partie beim Mitkonkurrenten um den Klassenerhalt, Schmalkalder VV, mit 1:3. Dabei stand Trainer Jörg Bialas schon vor dem Vergleich Angstschweiß auf der Stirn. Denn die Fahrt nach Südthüringen dauerte aufgrund des erneuten Wintereinbruchs zwei Stunden.

Und wenn dann seine Mannen nicht die geforderten 100 Prozent abrufen, braucht der Coach eine Beschäftigung zum Abreagieren. Bialas tat dies gestern mit Ski-Langlauf "bei herrlichstem Wetter", wie er sagte, in Masserberg. Auf jeden Fall eine Abwechslung zum Spiel am Vortag. Weimar kam überhaupt nicht in die Gänge. Den ersten Satz schenkte man mit 14:25. Der Coach wechselte auf zwei Positionen, doch auch den zweiten Durchgang verlor man - 23:25. Der langsam eingespielte Sechser brachte sich dann aber mit dem 25:18 wieder zurück in die Partie. Im vierten Abschnitt führte Weimar ständig, zum Ende hin dann 22:20, doch auf einmal war der Faden weg und Schmalkalden machte das Match mit dem 25:23 endgültig zu.

"Die Enttäuschung sitzt natürlich sehr tief, weil alle nicht das abgerufen haben, was sie können. Wir haben den nötigen Biss vermissen lassen - sowohl im Angriff als auch in der Feldabwehr", sagte Bialas. Zudem kamen viele unnötige Fehler hinzu. Weimar muss nun in Knau bei seinem letzten Saisonauftritt voll auf Sieg spielen, wenn es mit dem sicheren Klassenerhalt etwas werden soll.