"Der Bär hat ordentlich gesteppt"

Ihr wichtiges Soll haben die HSV-Volleyballer in den Thüringenligen geschafft. Sowohl die Damen von Wolfgang Traut gewannen beim 1. VSV Jena als auch die Weimarer Herren von Coach Jörg Bialas, die sich mit dem 3:1 in Knau theoretisch den Klassenerhalt gesichert haben.

Jena/Weimar. Es spricht nur noch wenig dafür, dass in der Regionalliga Sonneberg absteigt und in der Thüringenliga Gößnitz den HSV gleichzeitig überholt. Die Damen aus der Goethestadt hingegen sprangen durch den Sieg vorläufig auf Rang drei. Für die Bialas-Mannen ging es in Knau um Alles oder Nichts. Trotz der geringen Erfahrung meiner Mannschaft hat sie in dieser Saison viel an Reife gewonnen. Das hat man mit dem Auftritt erkennen können, so der Übungsleiter. Wieder mit dabei war der genesene Benjamin Kratz. Hochkonzentriert gingen die Jungs in die Begegnung, führten im ersten Satz immer und holten ihn sich mit 25:20. Im zweiten Durchgang gab es die einzige Schwächephase des HSV. Da haben wir die Annahme einfach nicht hinbekommen, sagte Bialas. Prompt glich Knau mit dem 25:21 aus. Doch Weimar fand seinen Rhythmus wieder und beherrscht die Gegenüber in der Folge. Das 25:19 und 25:22 waren Beweise genug. Ich bin sehr stolz auf mein Team. Trotz dem vielen Zittern war es eine gute Saison, erklärte der Trainer zusammenfassend. Unterstützt wurde die Auswahl auch von einer heimischen Fangruppe. Der Bär hat ordentlich gesteppt, bemerkte der HSV-Coach abschließend. Siehste, Punkt! Weimars Volleyballdamen hatten bei ihrem Auftritt in Jena mächtig Spaß. Mit 3:0 am späten Samstagnachmittag kletterten sie auf den Bronzerang und machten den Abstieg der Jenaer VSV-Mädel endgültig perfekt. Schon im ersten Satz hatten sie wenig Mühe mit dem Gegner. Jena machte es dem HSV leicht, gönnte sich zu viele Abspielfehler und setzte manchen Ball ins Aus. Sogar den Satzball machten die Jenaerinnen erfolgreich für ihre Gäste, Caroline Kipker brachte einen Aufschlag ins statt über das Netz, 25:17 für den HSV. Siehste, Satz! Auch im zweiten Spielabschnitt behielt Weimar das Heft des Handelns in der Hand. Nimm du ihn, ich hab ihn sicher so hieß dagegen die Jenaer Devise. So landete ein Weimarer Angriff nach dem anderen gezielt in der Jenaer Hälfte. Dazu kam, dass der HSV-Block an diesem Tage bärenstark war. Lisette Sitzenfrey oder Sabrina Leucht stiegen ein ums andere Mal zur richtigen Zeit am richtigen Ort nach oben und machten so die Jenaer Angriffsversuche zunichte. Sitzenfreys Schmetterball zum 23:17 war die Vorentscheidung im zweiten Satz. Danach ging wieder ein Jenaer Aufschlag ins Netz, 24:18, schließlich landete der letzte Jenaer Ball in diesem Abschnitt von Kipker im Seitenaus, Siehste, Satz!, 2:0 für den HSV. Im letzten Spielabschnitt änderte sich nichts. Weimar behielt die Oberhand. Siehste, Spiel!