Rätselraten um Thüringenligaplätze

Der HSV Weimar muss weiter um den Verbleib in der Thüringenliga bangen. Eine endgültige Entscheidung wird am 12. April gefällt, wie Jan Kahlenbach vom Spielausschuss des Thüringer Volleyball-Verbandes bestätigte.

Weimar. Mit nach unten fallenden Mundwinkeln werden die Volleyballer des HSV Weimar das für sie so entscheidende Regionalliga-Ergebnis zwischen den Sonnebergern und den L.E. Volleys II aus Leipzig zur Kenntnis genommen haben. Am letzten Spieltag verloren die Thüringer 3:0 in Sachsen und müssen in die Thüringenliga absteigen. Daher muss auch in unserer höchsten Spielklasse ein weiteres Team runter in die Oberliga. Neben den Schmalkaldern als Elfte, träfe das nun den HSV Weimar auf Rang zehn. Das Schlusslicht, die Stützpunkt-Mannschaft Volley Juniors, agiert dabei außer Konkurrenz. Dennoch spielt sie eine mit entscheidende Rolle bei der Vergabe der Thüringenliga-Plätze, denn die Volley Juniors werden kommende Saison in die Oberliga eingestuft, um selbst Erfolgserlebnisse zu bekommen. In der Thüringenliga hatten sie alle Spiele verloren. Damit wird ein Platz frei. Nun stellt sich die Frage, wer den Platz bekommt? Wir müssen entscheiden, ob die freie Stelle mit einem weiteren Aufsteiger aus der Oberliga besetzt wird, oder ob es einen Absteiger weniger aus der Thüringenliga gibt, sagte Jan Kahlenbach vom Spielausschuss des Thüringer Volleyball-Verbandes (TVV). Die Weimarer müssen hoffen, stehen sie doch eigentlich als definierter Absteiger fest. Aus der Oberliga jedenfalls kommt der TSV Bad Salzungen als Erstplatzierter nach oben. Der VSV Jena II, auf Position zwei geführt, darf nicht aufsteigen, da schon die erste Mannschaft in der Thüringenliga spielt. Somit wird der Staffelstab an den Dritten aus Gebesee weiter gereicht. Da es beim TVV keine Begrenzung gibt, ab welcher Position ein Team nicht mehr aufsteigen darf, kommen die weiteren Plätze, gegebenenfalls sogar bis zum Oberligaletzten, in Betracht, wer den begehrten Platz in der Thüringenliga erhalten soll. Die Entscheidung wird am 12. April gefällt. Weiterhin ist noch im Gespräch, ob der Thüringenligist FSV Gotha zwangsabsteigen muss. Er besitzt keine Nachwuchsarbeit und verstößt damit gegen die Richtlinien. Jedoch kann Gotha eine Ausnahmegenehmigung beantragen und damit müssten wir uns natürlich auch befassen, so Kahlenbach. Sollte der FSV keine Spielgenehmigung für die Thüringenliga erhalten, steht ein weiterer Platz im Raum, der gefüllt werden müsste. Und das Rätselraten, ob ein Oberligist oder ein abgestiegener Thüringenligist diese Position einnimmt, würde von vorne beginnen. Ein bisschen Ruhe sollte sich also Weimars Coach Jörg Bialas noch gönnen. Er weilt derzeit im Urlaub. In der nächsten Woche könnten seine Nerven wieder strapaziert werden.