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Armwrestling-WM 2025 in Bulgarien: Ruslan Chuliiev wird Vizeweltmeister
19. September 2025
Vom 13. bis 19. September 2025 fand im bulgarischen Albena die 46. Armwrestling-Weltmeisterschaft statt. 1560 Athleten aus 63 Nationen reisten an, um ihre Kräfte an den Tischen zu messen. Für Ruslan Chuliiev war es der wichtigste Wettkampf des Jahres. Nach einer intensiven Vorbereitung, in der er seinen Trainingsplan komplett neu ausrichtete, reiste er körperlich, geistig und mental optimal eingestellt nach Bulgarien – mit dem klaren Ziel, um den Titel mitzukämpfen.
Drei Tage vor dem Abflug begann für Ruslan die Reduktion von 84 kg auf das Wettkampfgewicht von 80 kg. Beim offiziellen Wiegen brachte er 79,5 kg auf die Waage und war damit sicher in seiner Kategorie. Der Tag vor dem Wettkampf diente zur Regeneration und mentalen Fokussierung.
Gut vorbereitet und voller Energie startete er in den Wettkampf. Nach einem intensiven Aufwärmen und kurzem Frühstück ging es in die Halle. Die Atmosphäre war beeindruckend: Scheinwerfer, Kameras, jubelnde Fans. Sein erster Gegner aus Kroatien hatte keine Chance – ein schneller Sieg, der den perfekten Auftakt bedeutete.
Direkt danach folgte die größte Herausforderung: ein Ukrainer, gegen den Ruslan bei der Europameisterschaft noch verloren hatte. Es war die Chance zur Revanche. Die Spannung war enorm, mehrfach musste der „Referee Grip“ angesetzt werden. Doch zwei leichte Ellbogenbewegungen führten zu Fouls, sodass Ruslan ohne echten Kampf ausschied. Ein emotional schwieriger Moment – aber Aufgeben war keine Option.
In der Trostrunde warteten gleich vier Gegner: zwei aus Georgien, einer aus Moldawien und einer aus Rumänien. Ruslan gewann sie alle – mal blitzschnell, mal taktisch clever.
Im Halbfinale traf er erneut auf einen bulgarischen Athleten, den er bereits zuvor besiegt hatte. Auch diesmal setzte er sich souverän durch und zog ins Finale ein.
Nach einer dreistündigen Pause stand das Finale an – wieder gegen den Ukrainer. Die Spannung in der Halle war greifbar. Beim ersten Start dominierte Ruslan, doch ein Ellbogenfoul kostete ihn den Sieg. Auch im zweiten Versuch war er auf der Siegerstraße, erneut führte ein Ellbogenheben zur Niederlage. Damit endete der Wettkampf mit dem Titel des Vizeweltmeisters.
Es war eine Niederlage, die schmerzte – nicht wegen der Stärke des Gegners, sondern wegen der Regelverstöße. Ruslan blieb im gesamten Turnier sportlich unbesiegt, musste sich aber dennoch mit Silber zufriedengeben.
Trotzdem schreibt Ruslan seine beeindruckende Erfolgsgeschichte weiter:
Fünffacher Europameister, zweifacher Vize-Europameister, vierfacher Weltmeister und nun zweifacher Vizeweltmeister. Für 2026 hat er ein klares Ziel: zurückzukehren und den Titel zu holen.