am Samstag fand das Meißner Hallenturnfest nach 3 Jahren endlich wieder statt. Neben zahlreichen sächsischen Teilnehmenden sind auch viele Turnerinnen und Turner aus Thüringen, Niedersachsen, NRW, Berlin und Bayern am Start gewesen. Wie gewohnt gab es die altersklassenübergreifenden Wettkämpfe in der LK3 (Kleiner Pokal), LK2 (Großer Pokal) und LK1 (Pokal der Meister) sowohl männlich als auch weiblich. Wie bereits bei den vergangenen Austragungen bin ich im großen Pokal an den Start gegangen. Mit einem verhältnismäßig guten Trainingsstand so frühzeitig im Jahr bin ich hochmotiviert in den Wettkampf gegangen, der an den Ringen begann. Hier konnte ich mit einer stabilen und sehr sauberen Übung glänzen, die mit der höchsten Wertung der Konkurrenz von 12,70 Punkten belohnt wurde. An den folgenden Geräten Boden und Pauschenpferd ging es ähnlich sauber und souverän weiter. Zwar bestanden die Übungen noch nicht aus allen Schwierigkeiten, die ich mir für die anstehende Liga-Saison vorgenommen habe, dennoch konnte ich trotz der reduzierten Ausgangswerte durch gute Haltung viele Punkte erzielen (12,85 und 11,45 Punkte). Am Reck gelang es mir einmal mehr, eine nahezu fehlerfreie Übung im Wettkampf genau auf den Punkt abzurufen. Durch gerade mal einen Punkt Abzug in der E-Note und dem höchsten Ausgangswert im Vergleich zu den anderen Teilnehmern von 3,8 bedeuteten die 12,80 Punkte am Ende mit Abstand die beste Wertung an meinem Lieblingsgerät. Am Sprung, bei dem ich im Training in den vergangenen Wochen immer besser und stabiler geworden bin, gelang es mir noch nicht optimal, mit guten Haltungsnoten zu glänzen. Obwohl der zweite Sprung genau im Stand ohne Wackler endete, waren die Kampfrichter der Meinung, über 2 Punkte abziehen zu müssen, was am Sprung sonst nur bei Stürzen üblich ist (10,50 Punkte). Von diesem Dämpfer habe ich mich jedoch nicht demotivieren lassen und bin konzentriert und fokussiert an das letzte Gerät Barren gewechselt. Zum Abschluss des Wettkampfs konnte ich am Barren mit der besten Ausführung erneut die höchste Wertung des Wettkampfs erzielen (12,25 Punkte), sodass in der Endabrechnung 72,55 Punkte zu Buche standen. Mit diesem starken Auftritt gelang mir mein persönliches Ziel, als amtierender Pokalsieger diesen erneut zu verteidigen (inzwischen zum 4. Mal in Folge). Nachdem ich bei der vergangenen Austragung den begehrten Wanderpokal, einem Motivteller aus Meißner Porzellan, aufgrund des 3. Siegs in Folge für immer behalten durfte, ist der neue Pokal eine elegante Vase selbstredend ebenfalls aus der Meißner Porzellanmanufaktur. Diesen gilt es nun, weitere zwei Jahre in direkter Folge zu verteidigen, sodass auch dieser schöne Pokal einen Platz bei uns Zuhause findet. Unterstützt wurde ich tatkräftig durch Christians Papa, Ralf Kotte, der aus Meißen stammt und lange Zeit das Hallenturnfest mit organisiert hat, und Nele, die zeitgleich ebenfalls am Pokal der Meister bei den Frauen am Start war. Sie konnte mit ebenfalls sehr guten Übungen in einer starken Konkurrenz einen hervorragenden zweiten Platz erzielen.

Sebastian Merker