Titelverteidigung in Sichtweite

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Titelverteidigung in Sichtweite

Auch beim dritten Saisonauftritt der Landesliga ließen die Turner des HSV Weimar nichts anbrennen und stehen nach dem nunmehr dritten Tagessieg in Folge kurz vor der erfolgreichen Titelverteidigung. Die zweite Weimarer Mannschaft hingegen muss nach Rang vier nun um den Platz auf dem Treppchen kämpfen. Gastgeber Jena kam bis auf vier Punkte an den Tabellenersten heran, die wieder erstarkten Turner vom MTV 1860 Erfurt landeten dieses Mal mit 10 Punkten Rückstand auf die Hausherren auf dem Bronzerang.

Dass es enger werden würde, war den Mannen um Kapitän Sebastian Merker klar. Einerseits hatte Jena einen klasse Turner nachgemeldet und zweitens konnte Weimars Topscorer Tobias Grünewald aufgrund einer Fußverletzung an seinen Paradegeräten Boden und Sprung nicht starten. Dazu gesellten sich einige ungewohnte Schwächen in Reihen des Titelverteidigers. Da sich Florian Merker verletzte und als Kampfrichter einsprang, konnte der bisherige Heimkampfrichter, Oldie Jörg Wolfram, seinen Mannschaftskameraden an den Geräten unterstützend zur Seite stehen.

Ausschlaggebend für den erneuten Tagessieg war die wieder einmal beständige Leistung des Kapitäns. Sebastian kämpfte sich durch seine Vorträge und wurde erneut bester Mehrkämpfer des Tages (74,25 Punkte). Dahinter rangierte mit Nils Bunge ein Leistungsträger aus Weimars zweiter Vertretung (72,15 Punkte). Merker fand sich an allen Geräten auf den Plätzen eins bis sechs wieder, den Durchgang am Reck entschied er für sich (12,45 Punkte), dicht gefolgt von Nils Bunge von Weimar II (12,40 Punkte). Am Barren (13,40 Punkte) und an den Ringen (12,85 Punkte) holte sich Tobias den Tagessieg, am Pferd war Alexander Winter mit einer grandiosen Übung und Weimars Höchstnote an diesem Tag siegreich (14,00 Punkte). Auch am Sprung triumphierte der 24-jährige Frankfurter. Diese vier spitzen Übungen machten letztlich den Tagessieg für die Weimarer aus. Ganz stark präsentierte sich die Riege am Barren, an dem die besten drei Turner des Tages die HSV Farben trugen. Lediglich am Sprung und am Reck reichte es für Weimar I diesmal nicht zum Tagessieg. Jörg Wolfram brachte seine Geräte Boden und Sprung in das Endergebnis ein. Christian Kotte sammelte wichtige Zähler am Reck, den Ringen und am Pferd. „Drei Übungen liefen nicht wie geplant, da aber auch Jena Federn lassen musste, können wir entspannt zum Ligafinale nach Erfurt reisen. Bis dahin heißt es Blessuren auskurieren und die gute Form konservieren“, konstatierte der Kapitän nach dem Vergleich.

Weimars zweite Mannschaft trat mit Nils und Tim Bunge, Kapitän Bernhard Weigel, Denis Gladziewski, Peter Bongartz, Jan Bierwagen und Wolfgang Raddatz an. Während es am Boden sensationell gut lief und auch das Reck und die Ringe erfolgreich absolviert wurden, gibt es am Pferd, am Sprung und am Barren noch einiges zu tun. Tim Bunge als zweitbester Punktesammler punktete fleißig am Boden, an den Ringen, am Sprung und am Reck. Mehr Einsätze ließ sein lädiertes Handgelenk noch nicht zu. Peter Bongartz wartete mit einer sehr guten Bodenübung (13,20 Punkte) auf und zeigte auch einen erfolgreichen Sprung. Auch Wolfgang Raddatz überzeugte am Boden und knackte erstmals in seiner Karriere die 10-Punkte-Marke am Pferd (10,00 Punkte). Abteilungsleiter Denis Gladziewski stellte sich am Pferd, den Ringen und am Barren in den Dienst der Mannschaft und Bernhard Weigel und Jan Bierwagen hatten ihre Einsätze am Pferd bzw. Sprung.

In der Nachwuchsliga erreichte der HSV wie in den vergangenen Wettkämpfen den fünften Platz. Sechs Teams waren hier am Start. Es zeigte sich, dass die Truppe immer näher an die Konkurrenz heranrückt, das freute Trainer Denis Gladziewski sehr: „Die Jungs zeigen Einsatz und wollen dazu lernen, das imponiert mir.“ Malte-Maxim Angelstein, Karl Pietschmann, Justus Schmiedel, Jan Stegmann und David Göricke kamen bis auf sechs Punkte an Schwarza heran und stibitzten dem Titelverteidiger aus Erfurt sogar die Gerätpunkte am Barren. An den Ringen waren die Jungs direkt das zweitbeste Team. Und auch am Pferd zog man an Schwarza vorbei. Daran können die jungen Turner anknüpfen, wenn es am 23. Juni zum Landesligafinale nach Erfurt geht.

Von | 2018-04-30T08:38:48+00:00 30. April 2018|Kategorien: Turnen|0 Kommentare